Natur Highlights auf La Gomera

Die Highlights auf der Insel La Gomera

Wir möchten Ihnen die schönsten Highlights der Insel La Gomera zeigen, auch die unbekannten. Die facettenreiche Natur La Gomeras lädt mit ihrem Mix aus immergrünen Nebelwäldern, wüstenähnlichen Barrancos und beeindruckendem Vulkanfelsen in verschiedensten Farbtönen und Steinformationen zum Staunen, Genießen, Wandern und Verweilen ein. Natürlich können die Besucher einfach eine Inselrundfahrt mit ein paar Stopps in den grösseren Gemeinden wie San Sebastian und Playa Santiago buchen. Sie werden auf jeden Fall zufrieden sein.

Oder aber sie schauen, was die Natur La Gomeras sonst noch zu bieten hat und entscheiden sich für das Aufsuchen eines oder mehrerer Natur Highlights, die wir in den einzelnen Unterkategorien noch ausführlicher darstellen werden. Danach werden Sie von der Natur und der Artenvielfalt auf La Gomera begeistert sein.

Eine ganz besondere Attraktion ist natürlich der Nationalpark Garajonay, der seit 1986 von der UNESCO zum Weltnaturerbe gekürt wurde. Ein Gang durch diesen immergrünen und feuchten Nebelwald verzaubert durch seine mit Moos und Flechten bewachsenen Bäume sowie zahlreiche Vogel- und Reptilienarten. Mit seinen 1.487 Metern Höhe ist der sich aus dem Park emporreckende gleichnamige Berg Alto de Garajonay der höchste Gipfel La Gomeras. Einmal oben im Naturpark angekommen, ist er relativ leicht zu erklimmen und bietet einen fantastischen Panoramablick über grüne Hänge und Täler sowie die umliegenden Inseln.

Unberührte Natur und mystische Orte

Im Norden der Insel von La Gomera, auf ca. 800 m Höhe, liegt El Cedro, ein besonders dichter und feuchter Lorbeerwald. Durch seine Mitte schlängelt sich ganzjährig ein das gesamte Umland mit Wasser versorgender Bach, auch der größte Wasserfall La Gomeras stürzt hier eindrucksvoll hinab ins grüne Tal von Hermigua. Ob jung oder alt, Wanderprofi oder Spaziergänger, hier kann sich jeder die passende Tour heraussuchen, um in den dunkelgrünen Dschungel einzutauchen wie in eine andere Welt. Was hat sich die Natur bloß dabei gedacht, als die Insel vor schätzungsweise 11 Millionen Jahren entstanden ist?

Der 1.241 Meter hohe Tafelberg La Fortalezza in Chipude ist für Wanderer ein absoluter Höhepunkt und zugleich das Wahrzeichen von La Gomera. Er kann ebenfalls in recht kurzer Zeit, aber mit einigen kleinen Klettereinsätzen, bezwungen werden. Oben angekommen, können die Besucher einen großartigen Blick über die Insel und den Atlantik genießen. Die Spaziergänge auf dem ca. 1 Quadratkilometer breiten Plateau erfreuen sich großer Beliebtheit.

Besonders beeindruckend ist ein Besuch des Naturmonuments „Los Órganos“, die „Orgelpfeifen“. An der Nordküste La Gomeras ragen unzählige schmale Basaltsäulen aus dem Meer. Die aus erkalteter Lava entstandene Gesteinsformation sieht aus wie sich aneinanderreihende Pfeifen einer riesigen Orgel und ist weltweit einmalig. Hier lohnt sich das Buchen einer Schiffsausfahrt, denn nur vom Meer aus ist das Naturspektakel uneingeschränkt zu genießen. Hier zeigt die Natur La Gomeras wieder einmal seine breite und bunte Palette in voller Pracht. Die Orgelpfeifen bei Los Organos sind ohne Frage eines der spektakulärsten Highlights der Insel.

Für Verliebte, oder jene, die es werden wollen, gibt es die mystischen „Chorros de Epina“, die „Liebesquellen“. Hinter dem Tal von Arure in Richtung Vallehermoso führt uns ein kleiner und kurzer Weg links hinab in das Reich der Wünsche und Fantasien. Die männlichen Besucher trinken aus den drei geraden, die weiblichen aus den drei ungeraden Quellen und sichern sich damit Liebe, Gesundheit und Glück zu. Wer kann das nicht gebrauchen? Ein Besuch dieses Natur Highlight sollte also auf jeder Urlaubsliste stehen.

Eines der viel besuchten Highlights auf La Gomera ist der Mirador de Abrante, eine 7 Meter lange Aussichtsplattform aus Glas mit atemberaubendem und schwindelerregendem Blick nach unten über roten Sandstein bis zu 600 Meter tief in das grüne Tal und den Ort Agulo. Auch wenn der Aussichtspunkt auf der gleichnamigen Klippe von vielen Reisegesellschaften angefahren wird, ist es einen Besuch wert. Hier hat man der Natur La Gomeras zwar ein wenig auf die Sprünge geholfen, aber trotzdem sollten Sie sich diesen atemberaubenden Ausblick nicht entgehen lassen.

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Naturerlebnisse auf La Gomera

Ausflugsziel auf La Gomera

Die Natur von La Gomera ist nicht nur einzigartig, sie ist quasi das schönste Highlight der Insel. An erster Stelle steht natürlich der Nationalpark Garajonay, welcher insgesamt 10 Prozent der gesamten Fläche La Gomeras bedeckt und einer der letzten verbliebenen Urwälder Europas ist. Tauchen Sie ein in den Mix aus immergrünen Nebelwäldern, trockenen Barrancos und bizarren Vulkanfelsen. Egal, ob Sie den Norden, Süden, Osten oder Westen erkunden - Sie werden erstaunt sein, wie viele Highlights es auf La Gomera gibt.

Der Nebelwald El Cedro
Der Wald "El Cedro" auf La Gomera

La Gomera - Der Nebelwald El Cedro

Der im Norden der Insel La Gomeras gelegene märchenhafte Nebelwald beeindruckt durch immergrüne und jahrhundertealte Bäume, den größten Wasserfall der Insel sowie einen begehbaren Wasserstollen.

Im Norden der Insel, am Rande des Nationalparks Garajonay, befindet sich auf knapp 800 Höhenmetern das kleine Örtchen El Cedro, umrahmt vom gleichnamigen dichten und dunkelgrünen "Nebelwald". Durch den ständigen Nebelniederschlag der Passatwinde erlebt dieser Wald eine besonders starke Luftfeuchtigkeit, die wiederum zu einem immergrünen Bestand an Baumheide (brezo), Gagelbaum (faya) und Lorbeerwald (Laurisilva) führt. Mit seinen Efeuranken und Lianen wirkt er besonders geheimnisvoll. Die teilweise jahrhundertealten Bäume wachsen dort sogar bis zu 30 Meter hoch. Zur passenden Jahreszeit im Frühling finden die Besucher an den Lichtungen des Waldes auch wunderschöne und seltene Blumen wie die lila weiß blühende Bella Donna Lilie, oder die orange-pink-rot anmutende Kanarenglockenblume.

Nördlich des Dorfes El Cedro sorgt der Chorro del Cedro, der größte Wasserfall La Gomeras, ganzjährig für ein sehenswertes Panorama. Er stürzt sich über 150 Meter an steilen mit viel Grün bewachsenen Felswänden hinab ins Tal. Er speist sich durch den gleichnamigen Bach "El Cedro", der sich durch den märchenhaften Wald entlang der Kapelle Ermita de Lourdes bis zum Fuße des Dorfes El Cedro schlängelt. Seine Existenz gewährleistet die stetige Bewässerung der dort gelegenen Terrassenfelder. Von hier windet sich eine asphaltierte Straße vorbei an einem Rudel kläffender Hunde, die glücklicherweise eingezäunt ihrem stark ausgeprägten Beschützerinstinkt nachkommen dürfen, zu dem einzigen Campinplatz La Gomeras, La Vista. Dort angekommen, lädt das daneben liegende urige Berglokal mit demselben Namen zu spanischen Tapas, legendärer Kressesuppe in großen traditionellen Holzschalen und schöner Aussicht ein.

Verschiedene Wanderrouten bieten für jedermann das Erkunden des bezaubernden Urwald-Dickichts an. Wandererfahrene nehmen zum Beispiel den Weg von Hermigua aus nach oben. Nicht ganz so rüstige Naturfreunde können mittlerweile über eine schmale mit glatten Steinplatten gepflasterte Straße einen Großteil der Entfernungen sparen und dennoch die unglaublich frische Waldluft schnuppern, den einmaligen El Cedro bewundern sowie kleine Spaziergänge durch den Zauberwald unternehmen.

Auf dem Weg von Hermigua nach El Cedro können besonders mutige und trittsichere Besucher unterirdisch den Berg La Montañeta durchqueren. Der circa 500 Meter lange Wasserstollen El Rejo wurde einst für den Wassertransport vom wasserreichen El Cedro-Gebiet in das Tal Hermiguas gebaut. Er lässt sich bei schönem Wetter mit Taschenlampe und Vorsicht begehen.

Der geheimnisvolle Mächensee
Der Märchensee auf La Gomera

La Gomera - Der Märchensee

Im immergrünen Dickicht der nördlichen Ausläufer des Nationalparks Garajonay liegt romantisch versteckt ein kleiner See, der zum Umrunden und Verweilen einlädt.

Ohne Wegbeschreibung stoßen neugierige Besucher höchstens durch Zufall auf den verborgenden Märchensee im Dschungel des Zauberwaldes von La Gomera. Denn wer biegt schon inmitten einer Serpentine Richtung Norden zum Besucherzentrum Juego de Bolas rechts ab, um dem kaum leserlichen Hinweis „La Palmita“ auf einem weißen Schild ins vermeintliche Nirvana zu folgen?

Wer dies tut, wird am Ende fürstlich belohnt. Die Straße führt zunächst schmal und geschwungen bergab nach Meriga. Dabei müssen sich die Besucher vorsichtig an zahlreichen parkenden Autos vorbeischlängeln, um nicht aus Versehen in die zwischen Straße und Gärten liegenden Wasserabflussrinnen zu steuern. An der nächsten großen Linkskurve in Meriga gibt es genügend Platz, um das Auto abzustellen und den gemütlichen Spaziergang durch den immergrünen Nebelwald Richtung Märchensee zu starten.

Nach einigen Metern führt ein Pfad nach links, der über einen halbstündigen Fußmarsch zu dem kleinen Stausee, offiziell auch Presa de Meriga genannt, führt. Zahlreiche Bäume aus der Gagelbaum-Baumheiden-Vegetation sowie verschiedene Lorbeergewächse säumen mit ihren hohen sich im Wind wiegenden Kronen und ihrem Blätterdickicht in verschiedenen Grüntönen eindrucksvoll den Weg dorthin. Sie wurden von der Verwaltung des Nationalparks extra zur Darstellung der Artenvielfalt angepflanzt.

Dort angekommen, erleben die Besucher einen bizarren Anblick: Tote Äste staken aus dem kleinen Märchensee Tümpel wie Gebeine von Riesenmenschen, deren Spiegelung sich im glatten See mit den restlichen Abbildern der umliegenden Bäume zu sonderbaren Bildern formiert. Ein kleiner Rundweg um den Stausee ermöglicht verschiedene Perspektiven auf das ungewöhnliche Naturspektakel, inmitten von moosbewachsenen Ästen und den für La Gomera so typischen kniehohen Farnen.

Chorros de Epina - Die Liebesquellen
Die Quellen von Epina auf La Gomera

La Gomera - Die Liebesquellen

Die berühmten Liebesquellen von Epina sichern Frauen und Männern Liebe, Gesundheit und Wohlstand zu, sofern sie die jeweils für sie vorgesehene Trinkregel einhalten.

Wer aus dem Tal von Arure Richtung Vallehermoso abbiegt, kommt kurz darauf unweigerlich an der Abzweigung zu den Quellen von Epina vorbei. Der Gang nach links lohnt sich, denn die Besucher können dabei nicht nur über einen kleinen bequem zu laufenden Rundweg durch zauberhaften Lorbeer- und Heidewald flanieren, sondern auch verschiedenartig heilsames Wasser genießen.

Nach einem ungefähr 300 Meter langen Marsch bergab gelangen die Spaziergänger zunächst über einen Steinplattenweg zur gomerianischen Landkirche Ermita San Isidro. Hier findet jeden Sommer eine traditionelle Fiesta mit folkloristischer Musik statt. Gehen sie noch ein Stückchen weiter hinab, entdecken sie nach einer Biegung eine kleine aus Steinen gemeißelte Tränke. In sie fließt Wasser aus sieben schmalen rohrförmigen Holzleitungen, die waagerecht und bis auf die letzte Quelle paarweise aus einem Felsvorsprung herausragen. Laut Brauch können sich die heilsamen Wirkungen des Wassers nur dann entfalten, wenn die männlichen Besucher aus den drei ungeraden, und die weiblichen aus den drei geraden Quellen trinken - und zwar jeweils von links nach rechts. Halten sich die mutigen Trinker daran, so beflügle der Wassergenuss dieser Quellen die Liebe. Noch vor Ablauf eines Jahres winke die Hochzeit mit dem heiß ersehnten Partner. Möchte die Frau die Fähigkeiten einer Hexe erlangen, so solle sie aus der siebten Quelle trinken.

Einer anderen Überlieferung zufolge fließe aus den ersten beiden Quellen die lebenslange Gesundheit, aus den nächsten beiden die ewige Liebe und aus der fünften beziehungsweise sechsten Quelle das ungehemmte Lebensglück. Der siebte „chorro“ sei mit Vorsicht zu genießen, denn hieran würden sich nur Hexen laben.

Ein Besuch der idyllisch im Lorbeerwald verborgenen Quellen von Epina lohnt sich, nicht nur, um sich den ewigen positiven Lebenszauber einzuflößen, sondern auch, um sich dort an einem der schattigen Sitz- und Grillplätze zum Entspannen oder Picknicken niederzulassen.

Der Mirador de Abrante
Der MIrador de Abrante auf La Gomera - fred olsen

La Gomera - Der Mirador de Abrante

Die noch recht neue futuristisch anmutende Aussichtsplattform im Norden der Insel La Gomera bietet einen großartigen Ausblick auf roten Sandstein, das Tal von Agulo und die Nordküste.

Wer nach dem Besucherzentrum (Juego de Bolas), das oberhalb von Las Rosas liegt, weiter der roten Erde folgend Richtung Norden fährt oder dem Wanderweg folgt, kommt unweigerlich zur Plattform Mirador de Abrante, welche von Fred Olsen betrieben wird. Früher war es einfach ein natürlicher spektakulärer Aussichtspunkt von La Gomera inmitten von roten Sandhügeln.

Dort erbaute 2013 der Architekt Jose Luis Bermejo Martín eine fast komplett verglaste Aussichtsplattform, die sieben Meter lang über dem Tal von Agulo zu schweben scheint. Wer es wagt, den schmalen und durchsichtigen Boden aus Glas zu betreten und bis nach vorne zu laufen, wird mit atemberaubenden Aussichten auf rote Felsen, das schöne kleine Dorf Agulo und den Vulkan Teide auf Teneriffa belohnt.

Der auf 600 Höhenmetern gelegene Aussichtspunkt Mirador de Abrante bietet aber nicht nur schwindelerregende Ausblicke in die Tiefe, sondern auch einen kulinarisch empfehlenswerten Cafe- und Restaurantservice. Das Gebäude, über das die Plattform erreichbar ist, fungiert nämlich auch als Gaststätte. Hier können sich die hungrig oder durstig gewordenen Besucher für eine kleine Verschnaufpause niederlassen. Mit heißen Schokoladen in den verschiedensten Geschmäckern wie weiße Schokolade oder Pina Colada und leckerem selbstgebackenem Kuchen werden die nach Süßem Lüsternen genauso zufrieden gestellt wie diejenigen, die eine ordentliche Portion Tapas oder Mittagstisch möchten. Auch hier können Mutige ihre Geschmacksnerven mit ungewöhnlichen Kreationen wie gebackenen Kroketten und Banane verwöhnen.

Mit seiner verzaubernden Lage inmitten von roten Hügeln aus feinem Sand verleiht der Aussichtspunkt Mirador de Abrante seinen Besuchern ein internationales Flair – könnten sie sich doch gerade auch in Namibia oder Australien vor deren roten Sanddünen wähnen. Diese für die kanarischen Inseln eher untypischen einheitlichen Rot-Färbungen entstanden durch Oxidationsprozesse von verstärkt eisenhaltigen Mineralien und Steinen mit Luftkontakt und sind hauptsächlich in dieser Region von La Gomera zu finden.

Die Aussichtsplattform Mirador de Abrante ist eines der meist besuchten Highlights von La Gomera. Bei vielen Reisegesellschaften steht er auf der Liste der Sehenswürdigkeiten, die „man unbedingt gesehen haben muss“. Auch wenn dadurch vor Ort ein reges Treiben herrscht, so ist dieser außergewöhnliche Platz trotzdem weiterhin einen Besuch wert.

Der Tafelberg La Fortaleza
Der Tafelberg La Fortalezs auf La Gomera

La Gomera - Der Tafelberg "La Fortaleza"

Der den Gomeros heilige Tafelberg Fortaleza de Chipude, auch Argoday genannt, gehört zu den Naturdenkmälern der Insel La Gomera und bietet von seinem Plateau einen herrlichen Blick über den Südwesten der Insel und den Atlantik.

Südwestlich des Nationalparks Garajonay auf dem Weg nach Chipude ragt der 1241 Meter hohe Tafelberg La Fortaleza mit seinem geraden Gipfelplateau aus schroffem Felgestein fast senkrecht empor. Er entstand wie die beiden anderen Naturdenkmäler Los Roques und Roque Cano aus einem Vulkanschlot, der im Laufe vieler Millionen Jahren durch die Erosion freigelegt wurde.

Der Tafelberg war den Guanchen, den Ureinwohnern La Gomeras, heilig und diente ihnen als magischer Ort für Rituale. Dies belegen verschiedene archäologische Funde von Tierknochen, Werkzeug und Steinaltären. Die alten Gomeros nannten den Berg Argoday, was ebenso wie Fortaleza „Festung“ oder „der Mächtige“ bedeutet. Während der Eroberung durch die Spanier konnten sich die Guanchen auf dem Gipfel verschanzen. Als sie erkannten, dass sie den Kampf verlieren würden, stürzten sich der Sage nach die letzten Widerstandskämpfer den Fortaleza hinab statt den Hungertod zu sterben oder sich der Unterwerfung hingeben zu müssen.

Wer den Tafelberg bezwingen möchte, sollte unbedingt festes Schuhwerk, eine gute Kondition und genügend Wasser mitbringen. Zwar ist der Weg nach oben nicht weit, aber etwas beschwerlich. Denn es geht zunächst recht steil nach oben und teilweise muss auch geklettert werden. Dies sollten die Wanderer auch hinsichtlich des Rückweges bedenken. Während oder nach Regenfällen beziehungsweise bei starkem Nebel ist eine Besteigung nicht zu empfehlen.

Wer dann nach circa einer Dreiviertelstunde, schweiß gebadet und angenehm erschöpft, oben auf dem einen Quadratkilometer großen Plateau angekommen ist, wird allerdings fürstlich belohnt. Der Ausblick auf die angrenzende Küste und den die Insel umgebenden azurblau leuchtenden Atlantik ist atemberaubend. Die erfolgreichen Kletterer können die gesamte Ebene von 300 Metern Durchmesser erkunden und dabei das ein oder andere Highlight entdecken. So befindet sich zum Beispiel im Herzen des Plateaus eine große aus Steinen gelegte Spirale, die aus der Zeit vor der spanischen Eroberung stammen soll und vielen Besuchern als Kraftplatz dient.

Der Alto de Garajonay
Der Alto de Garajonay auf der Insel La Gomera

La Gomera - Der Alto de Garajonay

Der aus dem Nationalpark Garajonay herausragende Gipfel Alto de Garajonay ist der höchste Berg La Gomeras und bietet nach einem problemlosen Aufstieg einen großartigen Panoramablick über die Insel und den Atlantik.

Aus dem südwestlichen Teil des Nationalparks Garajonay ragt mit 1.487 Metern der höchste Gipfel La Gomeras, der Alto de Garajonay, empor. Er ist relativ leicht zu besteigen, weil der recht flache Berg nicht viel höher liegt als der restliche Nationalpark.

Zahlreiche Parkplätze in der Nähe der verschiedenen Aufstiegsmöglichkeiten bieten ein bequemes Anreisen mit dem Auto an. Somit muss nur noch ein kleines Stückchen Berg bezwungen werden, um den fantastischen Panoramablick über den Nationalpark der Insel La Gomera und den in seinen je nach Wetterlage verschiedensten Blautönen schimmernden Atlantik zu genießen. Bei gutem Wetter können die Gipfelstürmer sogar noch weitere kanarische Inseln wie Teneriffa, La Palma, El Hierro oder gar Gran Canaria sichten.

Die Ureinwohner sahen in dem Berg eine heilige Verbindungsstelle zwischen Himmel und Erde. Als der Alto de Garajonay noch Grenzgebiet der vier vorspanischen Stammesgebiete war, diente er verfolgten Inselbewohnern als sicherer Ort, da hier jegliche Kampfhandlungen untersagt waren. Ein Teil der dort entdeckten Ruinen deuten Archäologen als Altäre, auf denen die Guanchen Ziegen verbrannt oder andere Lebensmittel wie Honig, Milch und Schmalz geopfert haben, um ihre Götter milde zu stimmen.

Um den Alto de Garajonay rankt zudem eine tragische Sage um zwei Liebende. So sollen sich im 15. Jahrhundert Gara, eine Guanchenprinzessin und Jonay, ein Bauernsohn aus Teneriffa, unsterblich ineinander verliebt haben. Täglich, so sagt es die Legende, habe er mit aufgeblasenen Ziegenhäuten die knapp 38 Kilometer von Teneriffa nach La Gomera zurückgelegt, um seine Liebste in die Arme schließen zu können. Doch einer Heirat wollten die Eltern der Verliebten nicht zustimmen. Als sich die beiden dennoch das Ja-Wort geben wollten, brach der Teide Vulkan aus, erschütterte neben Teneriffa auch die umliegenden Inseln und färbte mit seiner Lava das Meer blutrot. Die Familien der Liebespaare sahen darin ein böses Ohmen und zwangen Jonay, gegen seinen Willen nach Teneriffa zurückzukehren. Er kam natürlich heimlich zu seiner geliebten Gara zurück. Da sie weiter verfolgt wurden, wussten sie, dass ihre Liebe keine Chance hatte. Somit flüchteten sie in ihrer Verzweiflung ins Hochland, schnitzen sich Lanzen aus Lorbeerholz und rammten sie sich gegenseitig ins Herz. Lieber wollten sie gemeinsam sterben als sich zu verlieren. Sie wurden in inniger Umarmung gefunden. In Erinnerung an die starke Liebe der beiden tragen der Nationalpark sowie sein Gipfel den Namen der beiden: Gara & Jonay.

Los Órganos - die Orgelpfeifen
Die Orgelpfeifen Los Organos auf La Gomera

La Gomera - Die Orgelpfeifen "Los Órganos"

Zahlreiche schmale und senkrecht aufstrebende Basaltröhren säumen eine spektakuläre Kulisse an der Nordküste La Gomeras und erinnern an aneinandergereihte Pfeifen einer riesigen Orgel aus Lavagestein.

Das beeindruckende Naturspektakel Los Órganos ragt im Norden der Insel La Gomera zwischen Arguamul und Playa de Vallehermoso eindrucksvoll aus dem Meer. Die graufarbenen riesigen Basaltsäulen reihen sich auf einer Fläche von 80 Metern Höhe und 200 Metern Breite erhaben und einmalig in eine Felswand integriert an- und übereinander.

Das Naturphänomen der Basaltsäulen entsteht durch den verzögerten Abkühlungsprozess von Lavaströmen. Je langsamer die Lava abkühlt, desto gleichmäßiger und schmaler formieren sich die Basaltsäulen durch die damit verbundene Schrumpfung. Die „Orgelpfeifen“ unterlagen vor Millionen von Jahren offenbar einer sehr langen Abkühlung und bilden mit ihren zahlreichen schmalen und gleichförmigen Röhren eine besonders eindrucksvolle und seltene Säulenwand.

Los Órganos ist und verschlägt seinen Besuchern ob seiner einzigartigen Größe und Schönheit regelmäßig den Atem. Nicht umsonst wird es als die eindrucksvollste Sehenswürdigkeit La Gomeras gehandelt und sucht auf den kanarischen Inseln vergeblich seinesgleichen. Selbst weltweit gibt es kaum ähnliche Naturmonumente in dieser Perfektion.

Am besten verbinden lässt sich der Besuch der Basaltsäulen Los Órganos mit der Buchung einer Whale Watching Tour vom Valle Gran Rey. Während die Besucher bei der teilweisen Inselumrundung ein Panorama aus zerklüfteten vielfarbigen Vulkanfelswänden, kleinen traumhaften Buchten und naturbelassenen Küstenabschnitten genießen dürfen, erhaschen sie vielleicht zusätzlich noch einen Blick auf Fleckendelphine, Tümmler, Wasserschildkröten oder sonstige Meeresbewohner.

Auf Grund der starken Strömungen und des teilweise sehr heftigen Wellengangs kann man die Orgelpfeifen allerdings nicht täglich anfahren. Für einen Ausflug zu den Orgelpfeifen von Los Órganos empfiehlt sich eine ruhige See und ein windstiller Tag.

Die Schweinebucht im Valle Gran Rey
Die Schweinebucht auf La Gomera

La Gomera - Die Schweinebucht

Die bei den Hippis bereits seit Jahrzehnten begehrte Schweinebucht, auch Playa de las Arenas genannt, hinter der Schlucht Argaga ist weiterhin ein kleines Paradies für Tages- und Nachtbesucher.

Früher war die kleine versteckte Bucht im Südwesten von La Gomera der Geheimtipp bei Individualtouristen, die dem kalten Winter der nördlichen Gefilde entkommen und für ein paar Wochen oder Monate ein lockeres Hippie-Dasein leben wollten. Sie tummelten sich zuhauf in der kleinen Bucht, schliefen in den angrenzenden Höhlen und waren sogar ein fester Bestandteil des Mittagessen-Rituals der einige hundert Meter entfernten Finca Argayall. So wurden sie regelmäßig vom damaligen Personal, angekündigt durch die Finca-typische Mahlzeit-Glocke, mit leckeren Essens-Resten der hiesigen Küche versorgt.

Der Name Schweinebucht kommt nicht von den Gomeros, wie immer noch einige denken, die der Bucht diesen Namen wegen der als „Schweine“ bezeichneten Nudisten-Hippies gegeben haben sollen. Sondern sie heißt deshalb so, weil hier tatsächlich früher einmal Schweine gehalten wurden.

Nach einigen schweren Unwettern und den immer wieder damit einhergehenden unberechenbaren Steinschlägen kam es dort vor einigen Jahren zu Unfällen, die zu einem Rückgang des Übernachtungsbooms geführt haben. Heute ist die Schweinebucht immer noch Ziel vieler Strandwanderer, FKK-Sonnenanbeter und Touristen, die einfach mal einen Tag in Ruhe mit der Familie, Freunden oder sich selbst an einem weiterhin recht unberührten Strand mit schwarzem Sand verbringen möchten.

Bei schönem Wetter lohnt sich ein Besuch der Schweinebucht oder Playa de las Arenas immer noch. Allerdings sollten die Paradies-Sucher neben ausreichend Wasser auch feste Schuhe mitbringen, da der Weg vom Hafen ab der Finca Argayall hauptsächlich über Steine oder kleine Trampelpfade oberhalb des Kieselstrandes zur Schweinbucht führt. Außerdem sollten sie den großen Stein gegenüber der Bucht im Auge behalten. Sobald die Flut im Anmarsch ist, bedeckt sie den Stein immer mehr mit Wasser. Dies darf als Zeichen für den Antritt des Heimweges interpretiert werden.

Denn warten die Tagesgäste zu lange, kommen sie wegen Überflutung des Verbindungssteigs von der Schweinebucht zum Haupt-Strand Richtung Hafen nicht mehr raus aus dem Idyll und müssen dann unerwarteterweise doch zu Nachtgästen werden.

 

Der Wasserfall bei EL Guro
Der Wasserfall im Valle Gran Rey (La Gomera)

La Gomera - Der Wasserfall im Valle Gran Rey

Der Wasserfall von El Guro belohnt seine Besucher nach einer kurzweiligen Wanderung durch ein grünes und fruchtbares Tal mit schönem Anblick und erfrischendem Wasserbecken.

Der Besuch des Wasserfalls von El Guro steht bei fast allen Touristen auf dem Programm. Wie eine große Wasserwand erhebt er sich plötzlich am Ende des Wanderwegs und verzaubert die Ausflügler mit seinem gleichförmigen senkrechten Wasserfluss von mehreren Metern nach unten. Dort sammelt sich das Wasser in einem Wasserbecken, durch das die Wanderer wie beim Kneippen waten können. Oder aber sie nutzen es als Erfrischungsoase für die gesamte Familie.

Der Wasserfall von El Guro liegt in einem grünen wild bewachsenen und felsigen Barranco. Über einen schmalen Weg entlang eines Bachbettes kann er in einer lockeren ein- bis zweistündigen Wanderung erreicht werden. Dabei können die Wanderer zwischen zwei verschiedenen kleinen Zubringern wählen.

Die längere Variante führt durch das malerisch am Hang liegende Künstlerdorf El Guro über zahlreiche Treppenstufen in den Barranco. Die Wegbeschreibung „Zum Wasserfall“ steht hier sogar auf Deutsch verewigt an den gegenüber dem großen Parkplatz gelegenen Mauern, die einen der Treppenaufgänge nach oben in das Dorf umschließen. Der kürzere, wegen der fehlenden Treppenstufen nicht ganz so beschwerliche Zubringer, liegt etwas oberhalb von El Guro, im Ortsteil Casa de la Seda. Dort gelangen die Wanderer über einen kleinen Weg nach links in das grüne Weidengebüsch Richtung Wasserfall, der auf den Wegbeschreibungen auch „Salto de Agua“ genannt wird.

Der finale Weg zum Wasserfall von El Guro führt über kleine und große Felsbrocken und je nach Wetterlage auch über einige Wasserstellen, die die Ausflügler mithilfe von bereits durch Vorgänger gelegten Hilfsmitteln wie Steinen oder Ästen überqueren können. Einige Male ist Klettern über größere Felsen oder Baumstämme angesagt, daher ist dies kein Flip-Flop-Weg. Er sollte auch ausschließlich bei gutem und trockenem Wetter begangen werden, da es sonst wegen Rutsch- und Steinschlaggefahr richtig gefährlich werden kann. Bei gutem Wetter aber ist er auf jeden Fall seine Anstrengung wert.

Der Stausee Embalse de La Encantadora
Der Stausee auf La Gomera bei Vallehermoso

La Gomera - Der Stausee bei Vallehermoso

Der Stausee „Embalse de La Encantadora“ liegt magisch eingebettet inmitten der Schlucht von Vallehermoso.

Vallehermoso kann nicht nur mit einem entspannten Marktplatz und dem Zugang zum berühmten Felsen Rocke Cano punkten, sondern es hat auch noch einen bezaubernden Stausee zu bieten. So trägt dieser zu Recht den Namen „La Presa de La Encantadora“, was frei übersetzt nichts anderes heißt als „Der Staudamm der Verzauberung“.

Wer diesen eindrucksvollen Platz auf La Gomera besuchen möchte, fährt südlich des Marktplatzes rechts einer Abbiegung folgend Richtung Schlucht aufwärts. Nach circa zwei Kilometern, noch unterhalb des kleinen Ortes Rosas de las Piedras, können aufmerksame Fahrer den schönen Stausee bereits linkerhand von der Straße aus erspähen. Wer ihn – beeindruckt von all den anderen Augenweiden wie zahlreichen Palmen, hübschen Häusern und der sich öffnenden Schlucht –übersieht, erblickt ihn spätestens nach dem Vorbeifahren und muss dann einfach wieder umkehren.

Der Staudamm bildet mit einer Kapazität von 750 Millionen Litern den zweitgrößten Stausee von La Gomera und dient zur Bewässerung der Anbaugebiete des Vallehermoso-Beckens.

Ein kleiner Rundweg umrahmt den idyllisch von Palmen und Wolfsmilchpflanzen gesäumten See, in dem sich Enten, Wasserhühner und Zugvögel wie Reiher an dem klaren und frischen Wasser erfreuen. Auch für Angler ist der See ein echter Geheimtipp, da sich dort viele kleine und auch größere Fische wie Karpfen und Schwarzbarsche tümmeln. Eine Lizenz zum angeln bekommt man im Rathaus von Vallehermoso.

Der Spaziergang um den von nichts als friedlicher Stille umgebenen See ist eine echte Wonne und Entspannung pur. Die Aussicht auf die angrenzenden alten Häuser und den Roque Cano verleihen diesem Ort eine besonders malerische Ausstrahlung. Wer möchte, kann an den extra für Besucher fest installierten Tischen und Grillöfen eine Picknickpause einlegen.

 

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